1. Mai 2024

Bau der Windräder geht voran

Wie schon der / die eine oder andere im Vorbeifahren bemerkt hat, werden die 6 Anlagen des „Windpark Dachsberg“ schon seit einiger Zeit installiert. Am Anfang waren die Bauarbeiten erheblich durch den starken Regen und den damit einhergehenden Phänomenen wie aufgeweichte Wege und hohe Wasserstände behindert. Da war es schwer, den geplanten Zeitplan zu einzuhalten. Doch mittlerweile haben sich die Bedingungen normalisiert und die Bauarbeiten sind wieder im Plan. Im Einzelnen stellt sich der Stand der Bauarbeiten an den Anlagenstandorten wie folgt dar:

Die Karte wurde von der Firma Notus Energy GmbH & Co. KG erstellt.

Alle Fundamente sind bereits fertig betoniert. Zur Zeit erfolgt die Vormontage der Türme (an 3 Standorten), deren untere Sektionen aus Betonelementen bestehen. Erst wenn der Turm fertig gestellt ist, kann das Maschinenhaus und die Rotorblätter auf den Turm gesetzt werden. Eine Inbetriebnahme der Anlagen ist weiterhin für den Herbst 2024 vorgesehen.

Aber es wird nicht nur an den Standorten der Anlagen gebaut. Da die Einspeisung der Energie in die Hochspannungsleitung – man höre und staune - in der Nähe des Friedhofes in Caputh passiert, müssen entsprechende Leitungen vom Windpark bis nach Caputh verlegt werden. Diese Verlegung unter den Waldwegen ist schon weit fortgeschritten. Der genaue Stand lässt sich aus der folgenden Karte ablesen:

Es fehlt also nicht mehr viel. Der Trafo des Caputher Umspannwerkes wurde Mitte April geliefert. Die Restarbeiten werden in den nächsten Wochen abgeschlossen werden.

Anlieferung des Trafos der Umspannstation

5. März 2024

Anders – besser als gedacht!

Neue Grundlage für die Finanzierung

NOTUS und Havelwind haben eine Vereinbarung unterzeichnet, durch die die Bürgerbeteiligung am Windpark Dachsberg in Schwielowsee auf eine neue Grundlage gestellt wird. Anders als seit 2019 geplant, ist der von Havelwind beabsichtigte Kauf eines eigenen Bürgerwindrads unter den aktuellen Bedingungen finanziell nicht mehr darstellbar. Grund dafür sind die im letzten Jahr sprunghaft gestiegenen Baukosten und verschlechterten Kreditkonditionen, während die von der Bundesnetzagentur garantierte Einspeisevergütung für das Projekt Dachsberg gleichblieb.

Kernziele von Havelwind wie die Ansiedlung von Windrädern zur regenerativen Energieerzeugung, Bürgerdarlehen und die Förderung regionaler Projekte sollen jedoch weiterhin in Zusammenarbeit mit NOTUS umgesetzt werden. Die Parteien haben nun vereinbart, dass NOTUS selbst eine attraktive finanzielle Bürgerbeteiligung per Schwarmfinanzierung anbieten wird, und zwar zum Betriebsbeginn der sich aktuell noch im Bau befindlichen Anlagen, also voraussichtlich Herbst 2024.

Außerdem wird NOTUS aus dem Betrieb des Windparks mindestens 20 Jahre lang für einen neu zu gründenden Havelwind-Verein Projektmittel zur Verfügung stellen, die zum Anschub neuer Energie- und Klimaschutzprojekte verwendet werden. Der Einsatz der Mittel soll einen nachhaltigen Beitrag zur Energiewende in der Region Schwielowsee leisten und wird unter Beteiligung der Bürgerschaft voraussichtlich ab 2025 erfolgen.

Kein Windrad in Bürgerhand

Mehr als 10 Jahre ist es her, dass aktive Bürgerinnen und Bürger in Schwielowsee begannen, sich für die Realisierung von Windkraft in Schwielowsee und eine eigene Windkraftanlage in Bürgerhand einzusetzen. Erste Verhandlungen dazu wurden bereits mit der Firma Prokon geführt. Nach Fortführung der Windparkplanung durch den Potsdamer Projektentwickler NOTUS konnte ein Initiativkreis 2019 eine Vereinbarung über den Ankauf einer schlüsselfertigen Windkraftanlage schließen. In der Folge gründete sich die Havelwind GmbH & Co. KG als lokaler Vertragspartner.

Wäre die Genehmigung der Anlagen, wie ursprünglich geplant, schneller erfolgt und ein Betriebsbeginn Mitte 2022 möglich gewesen, hätte das Windrad in Bürgerhand realisiert werden können. Aufgrund des Ukraine-Krieges, der hohen Inflation und des massiven Zinsanstiegs ist die Finanzierung eines eigenen Bürgerwindrads mit Hilfe von KfW und Bürgerdarlehen unter Führung von Havelwind nicht mehr darstellbar. NOTUS hingegen ist in der Lage, die geforderte dreimal höhere Eigenkapitalquote einzubringen. Alle Windräder werden also in Zukunft von NOTUS betrieben. Für Havelwind ist das eine nicht vorhersehbare Entwicklung, die bedauert wird. Positiv an dieser Entwicklung ist, dass Havelwind kein Betriebsrisiko für ein eigenes Windrad tragen muss und trotzdem die Kernziele des Bürgerprojekts verwirklichen kann.

5. März 2024

Bürgerdarlehen im Herbst 2024

Etwa 500.000 € Bürgerdarlehn möglich

Hinter den Bürgerdarlehen steht nun NOTUS. Die Schwarmfinanzierung wird über einen Finanzdienstleister wie die DKB-Crowd oder der White-Label-Anbieter Eueco abgewickelt. Das Volumen soll ca. 500.000 Euro umfassen, wird jedoch in einem Interessensbekundungsverfahren nochmal detailliert abgefragt. Ziel ist es, ein attraktives und marktgerechtes Produkt zu entwickeln, das es den Bürgerinnen und Bürgern der Gemeinde Schwielowsee ermöglicht, sich finanziell an der Umsetzung des Windparks Dachsberg zu beteiligen.

Pfarrer i.R. und Havelwind-Gesellschafter Hans - Georg Baaske sagt: „Damit können wir mit Berechtigung sagen: Bürgerinnen und Bürger aus der Region sind am Windpark finanziell beteiligt.“

Interessenten können sich jetzt schon eintragen

Sämtliche bisher bei Havelwind eingetragenen Interessentinnen und Interessenten werden aus erster Hand über den Beginn der Schwarmfinanzierung informiert. Bis dahin ist ein Eintrag in die unverbindliche Interessentenliste auf der Webseite unter www.havelwind.de/mitmachen jederzeit möglich und erwünscht. Havelwind will gemeinsam mit NOTUS eine möglichst breite Beteiligung erreichen.

Havelwind-Geschäftsführer Andreas von Zadow sagt: „Die maximalen Anlagebeträge von 25.000 Euro sollen nur dann vergeben werden, wenn die Anlagesumme insgesamt sonst nicht erreicht wird. Uns ist es wichtig, dass bei der Darlehensvergabe möglichst viele interessierte Bürgerinnen und Bürger, auch Kleinanlegende mit z.B. 500 Euro, sicher zum Zuge kommen können. Bei Überzeichnung der Schwarmfinanzierung werden die höchsten Darlehenswünsche so gekappt, dass letztlich alle Interessierten berücksichtigt werden.“

5. März 2024

Lokale Projektfördermittel

Energie- und Klimaschutzprojekte vor Ort

Außer der Realisierung von Bürgerdarlehen garantiert die neue Vereinbarung zwischen NOTUS und Havelwind, dass Mittel zu Förderung weiterer Projekte für die lokale Energiewende vom ersten Betriebsjahr an eingesetzt werden können. Damit wird ein Hauptanliegen von Havelwind umgesetzt, nämlich aus den Erlösen des Bürgerwindrads mindestens 20 Jahre lang Anreize für das Entstehen neuer Energie- und Klimaschutzprojekte vor Ort zu setzen.

Havelwind-Prokurist Thorsten Spehr sagt: „Havelwind mit einem eigenen Windrad hätte die Projektmittel frühestens im zweiten Betriebsjahr zur Verfügung stellen können und dann noch unter dem Vorbehalt der wirtschaftlichen Machbarkeit.“ Vereinbart wurde nun, dass NOTUS für jedes im Windpark Dachsberg I in Betrieb genommene Windrad Projektmittel in Höhe von 2.500 Euro pro Jahr für einen neu zu gründenden, gemeinnützigen Havelwind-Verein zur Verfügung stellt. So kann jährlich sogar deutlich mehr als die bisher geplanten 10.000 Euro für die lokale Energiewende ausgelobt werden. Diese Projektmittel werden von NOTUS in besonders guten Betriebsjahren anteilig weiter aufgestockt, falls der tatsächliche Jahresertrag über den prognostizierten Winderträgen liegt oder die erzielten Stromerlöse höher sein sollten als die vertraglich gesicherte EEG-Mindestvergütung.

Schub für die lokale Energie- und Klimawende

Mitglied der Klima-Initiative Schwielowsee und Havelwind-Gesellschafter Karl Heuer sagt: “ Havelwind kann früher mit der beabsichtigten Förderung beginnen und seine Energie auf die Kernziele konzentrieren. Nämlich, mit Hilfe des Windparks Dachsberg, alternative Energienutzungen und Beiträge zur Energie- und Klimawende in der Region Schwielowsee zu fördern und dies in einem offenen Diskurs mit der Bürgerschaft, Gremien und Fachleuten zu begleiten. Zu diesem Erfolg haben viele Bürgerinnen und Bürger aus Schwielowsee beigetragen.“

31. August 2023

Windpark Dachsberg – Es geht voran!

Sechs Windenergieanlagen sind bestellt!

Das Potsdamer Projektentwicklungsbüro NOTUS hat inzwischen die 6 geplanten Anlagen beim Hersteller VESTAS bestellt. Die für die Finanzierung der Anlagen benötigten KFW-Kredite sind gesichert, und – wenn nicht noch unvorhergesehene Schwierigkeiten eintreten – können die Bauarbeiten bis Mitte nächsten Jahres stattfinden. Dann würden die Anlagen ab Herbst 2024 in Betrieb gehen – endlich, nach über 10 Jahren Vorlauf!

Eine dieser 6 Anlagen soll dann das Havelwind-Bürgerwindrad werden, an dem sich die Bürger mit Hilfe der Schwarmfinanzierung beteiligen können. Wie bekannt realisieren wir das Bürgerwindrad, um aus den Gewinnen 20 Jahre lang weitere lokale Energie- und Klimaschutzprojekte in unserer Region zu fördern.

Zu früh für konkrete Konditionen der Schwarmfinanzierung

Für konkrete Angaben zur Laufzeit oder zur Verzinsung der Schwarmfinanzierung ist es noch zu früh. Belastbare und marktgerechte Konditionen können erst kurz vor dem Start der Bürgerdarlehen festgelegt werden. Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für Windräder im Allgemeinen sind in den letzten 12 Monaten durch höhere Kosten und steigende Bankenzinsen deutlich schwieriger geworden. Das betrifft insofern auch den Windpark Dachsberg und damit auch das Bürgerwindrad. NOTUS und Havelwind sind in enger Abstimmung, wie das Bürgerwindrad unter diesem geänderten Marktkonditionen realisiert werden kann. Wir werden weiter berichten!

Kreis der Interessierten wächst weiter

In diesem Sinne ist es zurzeit das Wichtigste, das Havelwindprojekt weiter bekannt zu machen, damit der Kreis der Interessierten auch weiter anwächst. Es ist absehbar, dass Bürgerdarlehen im Umfang von mehreren Mio. Euro benötigt werden, die wir natürlich überwiegend aus unserer Region aktivieren wollen! Noch ist dafür Zeit, weil die Schwarmfinanzierung erst mit Betriebsbeginn der Anlagen – also voraussichtlich im Herbst 2024 – tatsächlich umgesetzt werden kann. Bis dahin kann die Zeit von allen Interessierten genutzt werden, sich unter Mitmachen einzutragen und vorab unverbindlich ihre finanzielle Beteiligung anzugeben.

Deshalb: Bitte weitersagen!

25. März 2023

Wann kommt der Windpark endlich?

Gute Nachrichten von Notus.

Vom Projektentwickler NOTUS bekamen wir die frohe Botschaft, dass die Bauvorbereitungen nach Plan verlaufen. Unter anderem sind bereits die Löschwasserbrunnen fertig gebaut. Auch erste Artenschutzmaßnahmen, wie z.B. das Stellen von Amphibienschutzzäunen und das Einrichten von Ersatzhabitaten, sind abgeschlossen.

Alle 6 Windkraftanlagen des Windparks Dachsberg, inklusive der Bürgerwindanlage, haben an der Ausschreibung der Bundesnetzagentur mit dem Stichtag 01.09.2022 teilgenommen und einen Zuschlag bekommen. Für die Bürgerwindanlage gilt damit Stand heute eine gesetzlich garantierte Mindestvergütung des erzeugten Stroms für einen Zeitraum von 20 Jahren von ca. 7,55 Cent/ kWh.

Nach Zeitplan soll im Oktober diesen Jahres Baubeginn sein, der mit dem Bau der Zufahrten und der Standortvorbereitung für die Anlagen beginnen wird. So kann im Frühjahr 2024 die Installation der eigentlichen Windräder mit Umspannwerk und Kabeltrasse erfolgen. Wenn das alles trotz der verschiedenen Herausforderungen, mit denen aktuell immer zu rechnen ist, ohne Verzögerungen von statten geht, erfolgt die Inbetriebnahme des Windparks Dachsberg voraussichtlich im Herbst 2024.

15. März 2023

Bürger finanzieren Windrad

Wie werden die Bürgerdarlehen gestaltet?

Zum jetzigen Zeitpunkt sind die genauen finanziellen Parameter leider noch ungewiss, zu denen das Bürgerwindrad von NOTUS erworben und von uns betrieben werden kann. Zur Festlegung der Einzelheiten müssen wir voraussichtlich bis zum Baubeginn in diesem Herbst abwarten, weil viele kostenwirksame Verträge, die in die Berechnung eingehen, erst dann final abgeschlossen sein werden.

Klar ist auf jeden Fall jetzt schon, dass sich die Finanzierung unseres Bürgerwindrads - und von Windrädern allgemein – wesentlich anders darstellt, als im letzten Jahr. Der Ukrainekrieg und die allgemeine Inflation wirken sich auch auf diese Projekte kräftig aus: Viele Kosten sind deutlich gestiegen, so z.B. Baupreise, Wartungskosten oder Bankzinsen.

Nicht gestiegen sind jedoch die EEG-Förderungszusagen, die im Jahr 2022 unter den „alten“ Bedingungen an Windradprojekte gegeben wurden. Es besteht zwar noch die Hoffnung, dass der Gesetzgeber tätig wird und den Zuschlag nachträglich erhöht, aber sicher oder sehr wahrscheinlich ist das nicht.

Die für 20 Jahre festgelegte Mindestvergütung durch die EEG-Förderung bildet für Anleger, Betreiber und Banken die entscheidende Absicherung für die Wirtschaftlichkeit des Projekts. Das Bürgerwindrad hat aber auch Möglichkeiten, im Betrieb am Markt deutlich höhere Strompreise zu erzielen, verglichen mit dem Mindestpreis der EEG-Förderung. Dadurch könnten wir zusätzliche Erlöse erwirtschaften, damit wir unser eigentliches Ziel, nämlich die regelmäßige Förderung weiterer Energie- und Klimaschutzprojekte in der Region Schwielowsee, erreichen können. Die Höhe solcher Zusatzerlöse ist allerdings nicht wirklich prognostizierbar.

Ein weiterer Faktor ist für die Realisierung des Bürgerwindrads bereits jetzt absehbar: Die Banken verlangen bei Projektfinanzierungen inzwischen generell einen höheren Eigenkapitalanteil, um ihre Risiken besser abzusichern. Das wird auch uns betreffen, d.h. wir rechnen damit, dass wir zur Finanzierung des Bürgerwindrads Bürgerdarlehen in einer Höhe von bis zu 2 Mio. Euro – statt wie bisher geplant bis zu 1 Mio. Euro – einbringen müssen.

Die Schwarmfinanzierung, d.h. der Termin zur verbindlichen Zeichnung der Bürgerdarlehen wird für den Sommer 2024 erwartet. Erst zu diesem Zeitpunkt werden auch die genauen Bedingungen der Bürgerdarlehen wie Laufzeiten und Verzinsung wirklich feststehen.

Bereits viele regionale Unterstützer

Schon jetzt haben sich viele Unterstützer auf unserer Webseite eingetragen, die unverbindlich ihr Interesse gezeigt haben, ein Volumen von insgesamt bis zu 700.000 Euro an Bürgerdarlehen einbringen zu können. Das ist ein sehr guter Start!

Wir rufen nun dazu auf, dass sich weitere Interessierte zum Mitmachen anmelden, um das Bürgerwindrad zu unterstützen und ihr Interesse an einem Bürgerdarlehen unverbindlich anzumelden. So können wir besser abschätzen, wie wir die Finanzierung mit Bürgerdarlehen letztlich gestalten können.

15. Februar 2023

Mehr Windenergie für Deutschland

Die Hoffnung auf einen schnellen Windernergieausbau wird getrübt.

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