Projektstart trotz Schnee und Glätte

Das Projekt „Waldschule / Einfach raus“ ist im Januar 2026 gestartet.

Trotz winterlicher Bedingungen ist im Januar 2026 das von Havelwind geförderte neue Naturprojekt „Waldschule "Einfach raus“ erfolgreich gestartet. Die Biologin Barbara Ral arbeitet dabei mit einzelnen Schülerinnen und Schülern direkt in der Umgebung der Schule – und schafft gemeinsam mit ihnen kleine, wertvolle Lebensräume für Igel, Insekten und andere heimische Tiere.

Auf dem Foto zum Projekt ist zu sehen, wie ein Schüler Holzstäbe für sogenannte Laubkreise schält. Diese dienen dem Baumschutz, fördern den Humusaufbau und leisten damit einen Beitrag zum Klimaschutz. Das Holz stammt aus der Waldpflege vor Ort. Und weil Lernen draußen einfach mehr Freude macht, steht neben den Holzarbeiten sogar ein kleiner Schneemann – ein stiller Beweis dafür, dass hier Arbeit und Spaß Hand in Hand gehen.

Bereits drei Lehrkräfte der Diesterweg-Grundschule Beelitz haben Einsätze gebucht. Insgesamt finanziert die Havelwind-Projektförderung ganze 30 Einsätze.

Nach den Winterferien plant Frau Ral, auch die Schulen in Caputh und Geltow anzusprechen. Interessierte Schulen können sich direkt melden: Barbara Ral, Tel. 0151 2886 5756

Was steckt hinter der Waldschule?

Die Waldschule verfolgt ein doppeltes Ziel: Unterrichtsinhalte vermitteln und gleichzeitig Bewegung ermöglichen – und zwar sinnvoll, naturnah und mit Freude.

Lernen durch Anpacken

Die Kinder übernehmen Aufgaben, die der Waldpflege und dem Erhalt von natürlichen Lebensräumen im Stadtgebiet dienen. Zwei bis vier Schülerinnen und Schüler können jeweils einen Vormittag lang mitkommen, oft hilft auch schon eine Stunde. Besonders für Kinder mit großem Bewegungsdrang ist das eine Entlastung: Sie können sich austoben, sind an der frischen Luft und lernen dabei ganz praktisch. Das wirkt sich positiv aus auf

  • die Klassenatmosphäre,
  • die Lehrkräfte,
  • und die Kinder selbst, die oft entspannter in den Schulalltag zurückkehren.

Wald, Klima und Energiewende verstehen

Der Wald ist einer unserer wichtigsten natürlichen Klimaschützer. Im Projekt erfahren die Kinder, wie Waldpflege funktioniert und warum sie so wichtig ist. Gleichzeitig vermittelt Frau Ral, dass Windkraft und Wald gut vereinbar sind und wie regionales Restholz einen Beitrag zur Wärmewende leisten kann.

Vielleicht gelingt es auch auf diesem Weg, Kinder und Jugendliche frühzeitig für den Erhalt der Umwelt und für die Energiewende zu interessieren. Da werden jede Menge Fachleute für Elektrik, Planung, Bau, Betrieb und Wartung technischer Anlagen gebraucht.

Andreas von Zadow, 17.2.2026